Orthopädie / Rheumatologie

Gesundheit beginnt im Mund

Wie „mundgesund“ sind Ihre Orthopädie-Patienten?

Parodontitis und versteckte orale Entzündungen werden als unabhängiger Risikofaktor für Spätkomplikationen bei Endoprothesen eingestuft. Darüberhinaus können parodontale Entzündungen rheumatoide Erkrankungen verschlechtern und deren Verlauf negativ beeinflussen.

Prävalenz, Schweregrad und Progression der rheumatoiden Arthritis sind mit der Parodontitis assoziiert. Dabei ist der Zusammenhang bidirektional, das heißt: Das Vorliegen einer rheumatoiden Erkrankung begünstigt Entstehung und Voranschreiten einer Parodontitis. Andererseits kann die Parodontitis aber auch Einfluss auf den Verlauf der rheumatoiden Erkrankung nehmen.

Die Situation:

Laut Vierter Deutscher Mundgesundheitsstudie (DMS IV) ist die Zahl der Parodontalerkrankungen bei Erwachsenen und Senioren seit 1997 um 26,9 bzw. 23,7 Prozentpunkte gestiegen. Unter den Erwachsenen leiden aktuell zirka 52,7 Prozent unter mittelschweren und 20,5 Prozent unter schweren Formen der Parodontitis.

Bei Senioren sind 48,0 Prozent von einer mittelschweren und 39,8 Prozent von einer schweren Erkrankung betroffen.

In Deutschland leiden etwa 1,3 Millionen Menschen an rheumatischen Erkrankungen. Neben der entzündlich aktivierten Arthrose ist die rheumatoide Arthritis (RA) die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Weltweit sind etwa 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung betroffen. In Deutschland sind schätzungsweise 800.000 Menschen an der rheumatoiden Arthritis erkrankt, wobei Frauen rund dreimal so häufig betroffen sind wie Männer. An der rheumatoiden Arthritis können Menschen aller Altersgruppen erkranken.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Wechselwirkungen zwischen Parodonti tis und rheumatischen Erkrankungen bestehen können. Bereits eine mittelschwere Parodontitis kann das Risiko für die Entstehung von Rheuma und Arthritis um das 6-Fache erhöhen. Das Risiko, an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken, kann sich bei Parodontitis-Patienten um das 2,6-Fache, bei Nichtrauchern mit Parodontitis sogar um das 9-Fache erhöhen.

Zur Vermeidung von Entzündungen an Endoprothesen und zur Risikominimierung von Spätverlusten durch Kontamination mit pathogenen Dentalkeimen empfiehlt sich die regelmäßige Vorsorge und Früherkennung von versteckten oralen Entzündungsprozessen.

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